Häufige Fragen

Hier findest Du Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen (FAQ).

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Wer steckt hinter dem bonn-o-mat?

Das Open Knowledge Lab Bonn-Rhein-Sieg hat den bonn-o-mat entwickelt.

Die Open Knowledge Labs (OK Labs) sind lokale Gruppen aus Menschen, die ihre technischen Fähigkeiten dazu nutzen, um das gesellschaftliche Zusammenleben positiv zu beeinflussen. Sie treffen sich regelmäßig um gemeinsam Software-Anwendungen und Visualisierungen für ihre Stadt zu entwickeln.

Die Anwendungen und Werkzeuge helfen dabei den Alltag von Bürgerinnen zu vereinfachen, ermöglichen Partizipation oder verbessern die Kommunikation zwischen Staat und Bürgerinnen. Die Basis vieler Anwendungen sind offene Verwaltungsdaten wie Finanzdaten, Umweltdaten, Daten zu Bildung, Nahverkehr oder statistische Daten. Aus diesen Daten können Anwendungen und Werkzeuge entstehen wie zum Beispiel: Bürger baut Stadt eine Seite für geplante Bauvorhaben in Berlin, Kleiner Spatz eine Kita-Map aus Ulm oder Offener Haushalt eine Open Source Finanzvisualisierung.

Ziel von Code for Germany ist es, durch die Entwicklung konkreter Anwendungen neue Möglichkeiten und Chancen in Bereichen wie Bürgerservice, Partizipation und staatlicher Transparenz aufzuzeigen und die Öffnung staatlicher Daten weiter voranzutreiben. Um dieses Ziel zu erreichen, ist es wichtig, dass die lokalen Gruppen eng mit Vertretern ihrer Stadt und der städtischen Verwaltung zusammenarbeiten. Im Zuge des Programms sollen Entscheidungsträger und städtische Verwaltungen mit den Labs vernetzt werden, um gemeinsam an nützlichen und innovativen Projekten für die Stadt zu arbeiten.

Die lokalen Labs sind Teil eines nationalen als auch internationalen Netzwerks aus Mentoren und Gleichgesinnten. Jedes OK Lab besteht aus Mitgliedern und Lab Leads. Die Leads organisieren Treffen, kümmern sich um die Kommunikationskanäle des Labs, sind Ansprechpartener und Hub zum weiteren Netzwerk. Die Labs sind eigenständige Gruppen, mit eigenen Kommunikationskanälen wie Websites, Etherpads oder Twitter-Accounts. Wann und wo das nächste Treffen der OK Labs stattfindet oder an welchen Projekten die einzelnen Teams gerade arbeiten, kann auf den Seiten der jeweiligen Labs nachverfolgt werden. Jede/r ist eingeladen in seiner Stadt aktiv zu werden und die Labs zu unterstützen!

Die Open Knowldge Labs sind Teil des Programmes: Code for Germany.

Code for Germany ist ein Programm der Open Knowledge Foundation Deutschland in Partnerschaft mit Code For America. Ziel des Programms ist es, Entwicklungen im Bereich Transparenz, Open Data und Civic Tech in Deutschland zu fördern.
Gestartet ist das Programm im Februar 2014 mit der Gründung von Open Knowledge Labs in 8 Städten. Die Labs sind regionale Gruppen von Designern, Entwicklerinnen, Journalisten und anderen, die sich regelmäßig treffen, um an nützlichen Anwendungen rund um offene Daten zu arbeiten. Sie entwickeln Apps, die informieren, die Gesellschaft positiv gestalten und die Arbeit von Verwaltungen und Behörden transparenter machen. Mittlerweile ist das Netzwerk auf 25 Labs angewachsen und umfasst eine Community von über 300 Freiwilligen.

Code for Germany ist Teil der internationalen Code for All Community, einem Netzwerk von Civic Tech Initiativen rund um dem Globus.

 

Welche Software wird verwendet?

Der bonn-o-mat basiert auf dem dem Mat-O-Wahl von Mathias Steudtner und steht unter einer GPL-Lizenz. 

Wie werden die Thesen entwickelt?

Die Thesen werden in Workshops zusammen mit Bürger*innen aus Bonn entwickelt. Diese Thesen werden dann durch die Parteien beantwortet. 

Die Parteien werden vor Veröffentlichung gebeten, zu den Thesen Stellung zu beziehen und ihre Positionen zu erläutern. Die Antworten sind damit durch die Parteien autorisiert und werden nicht verändert.

Anschließend werden die 30 Thesen, die am besten geeignet sind, die Parteien voneinander zu unterscheiden aber auch relevant für Bonn sind ausgewählt.

 

Werden meine Antworten gespeichert?

Nein, standardmäßig werden keine Angaben gespeichert oder sind irgendwie zurückzuführen.

Was passiert mit meiner These?

Deine These – ganz gleich ob im Workshop oder per Online-Formular eingereicht – kommt in den Pool zu den anderen Thesen. Hier dient sie als Idee und als Perspektive kann in die finalen Thesen  münden. Das bedeutet aber auch das sie nicht zwangsläufig ausgewählt und an die Parteien weitergeleitet wird.

Welche Parteien können teilnehmen?

Grundsätzlich gilt als Kriterium, dass alle Parteien und politischen Vereinigungen am bonn-o-mat teilnehmen dürfen, die vom Bundeswahlausschuss mit einer Landes- oder Bundesliste zugelassen werden. Somit können aber auch Parteien im bonn-o-mat auftauchen, die vom Verfassungsschutz des Bundes oder der Länder beobachtet und als “extremistisch” eingestuft werden. Welche Parteien als extremistisch eingestuft werden, kannst Du auf den Seiten des Verfassungsschutzes nachlesen.

Wie ist der bonn-o-mat entwickelt worden?

Der bonn-o-mat besteht einmal aus der Software Mat-O-Wahl die sich bereits in vielen Projekten bewährt hat und aus dem Verfahren bzw. der Webseite bonn-o-mat. Die beiden letzten Punktesind eine Entwicklung des Open Knowledge Labs Bonn-Rhein-Sieg.

Wie wird das Ergebnis berechnet?

Der bonn-o-mat berechnet die Übereinstimmung und die Nähe der Positionierung von Nutzer*innen und den Positionierungen der Parteien. Besteht eine exakte Übereinstimmung der Positionen der Nutzer*innen und der Partei, vergibt der bonn-o-mat zwei Punkte, bei gegensätzlichen Positionen null Punkte. Der bonn-o-mat vergibt einen Punkt, wenn sich die Nutzer*in der Position der Partei nähert – zum Beispiel: die Nutzer*in stimmt mit “neutral” ab und die Position der Partei ist “stimme zu” oder “Stimme nicht zu”.

Gewichtet die Nutzer*in die These doppelt, fließt die These mit doppelten Wert in die Berechnung ein. Beim Überspringen der These wird diese nicht in die Berechnung mit einbezogen.

Auf der Ergebnis-Seite des bonn-o-mat wird angezeigt, welchen prozentualen Anteil der jeweils maximal möglichen Punktzahl für die Übereinstimmung mit einer Partei erreicht wurde. Die maximale Punktzahl hängt von den übersprungenen und doppelt gewichteten Thesen ab und kann unterschiedlich ausfallen.

Hier gibt es das Rechenmodell zum Download (PDF).

Ist das Verfahren transparent?

Eine schwierige Frage.

Ja – weil wir vor allem versuchen, die Inhalte möglichst übergreifend auszusuchen und früh mit der Kommunikation des Angebots gestartet sind.

Nein – weil es mit Sicherheit noch Verbesserungen gibt, was die Einbindung der Öffentlichkeit angeht. Bisher haben arbeiten wir ehrenamtlich und haben nicht die gleiche Reichweite wie z.B. der Wahl-o-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung. Wir brauchen also auch ein Stück weiter einen Vertrauensvorschuss. Wir arbeiten nach bestem Wissen und Gewissen. Und können es mit Sicherheit nicht allen Recht machen.